Jahreshauptversammlung Hegegemeinschaft „Hochwild Schuenhagen-Franzburg“
Hegegemeinschaft zieht Bilanz: Rekordstrecke, Ehrungen und Blick nach vorn
Zahlreiche Mitglieder, Vertreter der Jagdbezirke und Gäste fanden sich zur diesjährigen Mitgliederversammlung der Hegegemeinschaft Hochwild Schuenhagen-Franzburg in den Räumlichkeiten der Gemeinde Wittenhagen zusammen. Im Mittelpunkt standen die Bilanz des vergangenen Jagdjahres, aktuelle Herausforderungen in der Wildbewirtschaftung sowie die Ehrung verdienter Mitglieder.
Beim Rotwild konnte eine Planerfüllung von 111 Prozent erreicht werden. Mit 271 erlegten Stücken verzeichnete die Hegegemeinschaft zugleich die höchste Strecke ihrer Geschichte. Dennoch wurde deutlich, dass weiterhin ein hoher Rotwildbestand vorhanden ist. Besonders in den Wintermonaten kam es erneut zu größeren Rudelbildungen und entsprechenden Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen.
Auch Veränderungen des Lebensraums beschäftigen die Jägerschaft zunehmend. Themen wie Wiedervernässung von Mooren, Flächenumnutzung, Freiflächen-Photovoltaik und die steigende Präsenz des Wolfes beeinflussen das Verhalten des Wildes spürbar.
Ein besonderer Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung langjährig engagierter Mitglieder. Besonders gewürdigt wurde Volker Engel, der über viele Jahre die Wildbewirtschaftung der Hegegemeinschaft maßgeblich mitgestaltet hat. Für seinen Einsatz, seine Fachkenntnis und seine Verlässlichkeit erhielt er den Dank des Vorstandes und großen Applaus der Versammlung.
Erfreulich war zudem die Teilnahme von Vertretern des Pommerschen Forstvereins. Der traditionsreiche Verein pflegt seit Jahrzehnten den fachlichen Austausch zu Wald, Jagd und Naturschutz. Beide Seiten betonten die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit angesichts der aktuellen Herausforderungen.
Nach dem Finanzbericht wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Zum Abschluss der Veranstaltung erhielten die Teilnehmer einen Fachvortrag von Waleri Ripperger zur Rotwildbejagung unter verschiedenen europäischen Rahmenbedingungen.
Die Hegegemeinschaft blickt damit engagiert auf die kommenden Jahre und setzt weiterhin auf eine verantwortungsvolle Verbindung von Jagd, Naturschutz und regionalen Interessen.













